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Herzlich Willkommen.

Reise mittels Scrollbewegungen in die Tiefsee. Achte dabei auf die blaue Leuchtschrift, diese gibt zusätzliche Navigationshinweise. Durch das Hovern mit deiner Maus über alle rot hinter-legten oder leuchtende Elemente erhälst du weitere Informationen.
               
                       Viel Spaß!

Zu viel CO2
macht die
Erde                      
       unbewohnbar

das ist dieses Ding mit der Klimakrise

aber stellt euch vor,
es gibt Lebewesen,
             die Kohlenstoff
    zum Fressen gern haben...

carbon appetit

-

fische

fische

Laternen-

Laternen-

[Myctophidae]

1

sind eine Fischfamilie mit          Arten

      Sie leben in den
globalen
   Weltmeeren
         und bilden die
populationsstärkste
           Gruppe der
 


       die Größe
ihrer Biomasse
        beträgt
     
  10-15Milliarden
Tonnen

// würden wir die
    2 bis 3 Billiarden  
  Individuen auf alle   
      Menschen aufteilen,
 benötigte jede Person ein    
eng besetztes Aquarium
     in der Größe einer
   durchschnittlichen
  1 bis 2 Zimmerwohnung

   Diese Menge
wird bislang
jedoch deutlich
  unterschäetzt.
Das liegt unter anderem hieran:

Kohlen-
      stoff-
     kreislauf
Nahrungs-
        netz
   


Kohlen-
      stoff-
     kreislauf
Nahrungs-
        netz
   
Kohlen-
      stoff-
     kreislauf


ihre Position im






steht in
Verbindung
mit dem

CO2

Phytoplankton

Zooplankton

[Krill und
kleine Krebstiere]

[Algen]

          // beschreibt den     
      Stoffaustausch zwischen den 
     Erdsphären durch biochemische
          Wechselwirkungen.       
Weitere Informationen


  // beschreibt die
Wassertiefe zwischen
 200 und 1000 m. Hier
   leben 67-94 % der
    globalen Fischmasse.

           für das Ausweichen der
        Fangnetze hilft ihnen ihre



       kleine 
                             Körpergröße

meso-
pelagischen
        Zone meso-  
pelagischen
        Zone
meso-
pelagischen
        Zone

Zentralwert Größe: 7,6 cm
Zentralwert Gewicht: 5,2 g

maximale Größe: 28 cm
maximales Gewicht: 200 g

minimale Größe: <1 cm
minimales Gewicht: 0,03 g

Laternenfische verzehren täglich
    1-6 % ihres Trockengewichtes.

  
 

Im südlichen Atlantik übertrifft
ihr jährlicher Krillkonsum von
     16,8 Millionen Tonnen
die zusammengenommene Menge
aller
weiteren Krillprädatoren
        (u.a. Wale und Robben).

   
  Schaffst du es
genau so viel zu
       fressen?

Bewege dafür nun im kommenden Abschnitt den Fisch mit deiner Maus hin und her

    Du hast gerade etwa
       9,125 mg Kohlenstoff    
     aufgenommen!

das perfekte Nudelwasser
   hat übrigens 1/3 von dem
 Salzgehalt der Weltmeere

hier gibt es Nachtisch

            Das Schlüsselmerkmal   
             der Myctophidae ist die Vertikal-
wanderung
   [DVM]
                       Sie beschreibt die Migration von Lebewesen
                 zwischen der höheren und tieferen Wassersäule

            Das Schlüsselmerkmal   
             der Myctophidae ist die Vertikal-
wanderung
   [DVM]
                       Sie beschreibt die Migration von Lebewesen
                 zwischen der höheren und tieferen Wassersäule

     Die Vertikalwanderung
   der Laternenfische
                ist die
größte, tägliche, tierische
   Biomassenbewegung der Welt 

    ausgelöst wird die DVM durch das
      unterschiedliche Nahrungsangebot
  der Wassertiefen sowie durch den
biologischen Lichtrhytmus

mesopelagische
           Zone
200-1.000 m

bathypelagiche
            Zone
1.000-3.000 m

- mesopelagische Zone
1000m

ab einem Alter von
      ein bis drei Jahren
pflanzen sich Laternenfische  
    schnell und wiederholt fort

       Das ist
Biolumineszenz

       Das ist
Biolumineszenz

     // eine mit zunehmender Tiefe
  und in der Nacht dominierende
       blaugrüne Lichtquelle,
   die von Organismen erzeugt wird  

             Photophoren sind komplexe



   Leuchtorgane,                die durch eine
       chemische Reaktion Biolumineszenz
                       erzeugen

                                
    zur Tarnung dienen die
    ventralen                    


               Photophoren. Diese erzeugen
       eine kontinuierliche Gegenbeleuchtung,
         welches das von oben einfallende Licht  
        immitiert, sodass ihre Silhouette für  
            tiefer schwimmende Fressfeinde
      mit dem Hintergrund verschwimmt.

                                 
 zur inter- und intraspezifischen
  Kommunikation und Erkennung     
dienen die



              Photophoren in einer
     artspezifischen Anordnung.         lateralen

                                
      Nur kurze Lichtimpulse geben die akzessorischen            Leuchtorgane. Sie werden für die
         Kommunikation und Partner:inwahl
             eingesetzt, um Fressfeinde zu
            irritieren und die Beutesuche
                         zu erleichern.  



Die Art Diaphus effulgens können durch
    modifizierte Photophoren am Kopf
       weitestgehend transparente Beute
  sichtbar machen können

   Die Funktion und der Erfolg
      ihrer Biolumineszenz
hängen unmittelbar von ihrem flexiblen

Sehsystem,
       ihrem dominantesten
    Orientierungsinn,ab.

  

ihre Lichtwahrnehmung ist jedoch
              aufgrund vielfältiger   
       Anpassungsstrategien
   10-100 mal höher als
             die des Menschen



 // Dieses gehört zwar selbst unter
Tiefseefischen zu einer  
        der unschärfsten,
 

Myctophidae haben neben ihren vergrößerten, zusätzlich oft tubuläre Augen, die binokulares Sehen ermöglichen und damit besser Distanzen einschätzen können. Die letztendliche Lichtsensitivität wird durch die optimale Anpassung der reinen Stäbchen-Netzhaut der Myctophidae bestimmt. Die Netzhaut ist mit für die Farbumgebung abgestimmten Pigmenten versehen und verzeichnet sowohl in der Anzahl als auch in der Dichte der Stäbchen unter Wirbeltieren und in Teilen auch unter wirbellosen Tieren bislang erfasste Höchstwerte. Bei vielen Arten wird zusätzlich die Pupille und damit das Gesichtsfeld vergrößert (Aphaktische Lücke), um das Lichtsammel-vermögen des Auges zu maximieren. Zusätzlich liegt hinter ihr eine reflektierende Schicht (Tapetum lucidum), die zuvor vom Auge nicht absorbiertes Licht für einen erneuten Aufnahmeversuch zurück an jeweilige Rezeptoren reflektieren kann. Diese ausgeprägte Sensitivität ist notwendig, um die beiden einzigen verfügbaren Lichtquellen ihres Lebensraumes, also das von oben einfallende Licht und die Biolumineszenz, einzufangen. Neben den biolumineszenten Emissionen, auf die Myctophidae angewiesen sind, dient das von oben einfallende Restlicht ihrer Orientierung, der Steuerung ihres täglichen Wanderrhythmus sowie der Stabilisierung verschiedener Tiefenpositionen.

       Große Gruppen an vertikal wandernden   
         Organismen (u.a.Laternenfische} können    
                  starke Turbulenzen in der Wassersäule
       mit einer weltweiten kinetischen Leistung erzeugen,
      die bei theoretischer Umwandlung einem
     kontinuierlichen Energieeintrag in der Größenordnung  
                mehrerer Hunderte Atomkraftwerke entspräche

  Du kannst den Fisch nun wieder
     eigenständig steuern,
um weiter in die Tiefe zu reisen.





Aber Vorsicht!      Weiche allen Fressfeinden aus.
 Wenn du überlebst, erhälst du am Ende der
             Reise eine Überraschung...

epipelagische
         Zone
10-200 m

schnell weg hier

aufgepasst!

weiche schnell aus

ich bin nicht gefährlich :)

       einfach
  schwimmen,
    schwimmen,
        schwimmen

einfach
      schwimmen,
    einfach,

             schwimmen,

- Bathypelagische Zone
1000 m

        das ist der tiefste
            Punkt der Reise 

                       hier wird   geruht,
     gefastet
                                und visuell jagenden          Fressfeinden
        aus dem Weg
          gegangen

                         geruht,              
   gefastet
                              Fressfeinden
      aus dem Weg
        gegangen

    vorm Schlafengehen
  Zähneputzen nicht
vergessen :)

         außerdem hier wird
    der zu Beginn aufgenommene  Kohlenstoff         wieder   ab-
gegeben

 
Kohlenstoff                 
 
   
  ab-
gegeben

  zu 25 % 
durch die Ausscheidung
  von Exrementen

zu 25 %
 durch das Sterben

      und zu 50 %
  durch die Atmung

‍Meso-
pelagische        
    Migrations-            
      pumpe

Meso-
pelagische     
    Migrations-    
      pumpe‍

        Myctophidae transportieren
          also aktiv Kohlenstoff
            von der Wasseroberfläche
                      in die Tiefsee.

           Dieses Phänomenen ist die:

                           jährlich
                              exportieren
                                Laternenfische             2-3 Gt    
    Kohlenstoff  
                             






                    

             
                        2-3 Gt    
    Kohlenstoff  
                              

 Das entspricht 
   in etwa dem jährlichen
Austoß der EU.

    pro
 Quadratmeter
                 beträgt ihr Transport




    täeglich  0,41 bis 41,24 mg [auf einem m2 befinden sich 0,3-0,4 Individuen]

    pro
 Quadratmeter


 
    täeglich                     z               

  0,41 bis 41,24 mg

                  Durch biologische und physikalische Prozesse
                                                (Kohlenstoffpumpen) 
                 kann dieser Kohlenstoff jedoch wieder an die
                    Oberfläche gelangen und dort remineralisiert als
                          CO2 an die Atmosphäre abgegeben werden.  
                        
Weitere Informationen


       
                                 

 
                     Daher gilt:
       Je tiefer der Kohlenstoff
transportiert wird, desto länger
       und größere Mengen können
gspeichert werden!
                                 

spezielle Karbonat-Präparate
    im Darm beschleunigen das
       Absinken der Exkremente

Laternenfische können Kohlenstoff
   länger als Bäume und fast so
       lange wie Moore speichern

      












   Laternenfische
     reduzieren
         gemeinsam mit anderen biologischen
             Pumpen die atmosphärische CO2-Konzentration
           um 50 %














   Laternenfische
     reduzieren

 CO2-Konzentration
           um 50 %

   Die Mesopelagische Migrationspumpe  
speichert insgesamt zwischen
        50 und 751 Gt Kohlenstoff.  
    Diese Menge ist äquivalent zu
globalen Emissionen mehrerer Jahrzehnte.

und wo ist der Haken?

und wo ist der Haken?

Atmung



Ausscheidung



Tod



100 m



200-400 m



1000 m

Speicherungszeit in Jahren

   [aber erst nach
ein bis acht Jahren]

0       100       200      300       400       500       600       700       800+